Parodontitis erkennen

Vorsicht bei Zahnfleischbluten: Parodontitis frühzeitig erkennen und behandeln

Wenn das Zahnfleisch nach dem Zähneputzen häufig blutet und auch der letzte Vorsorgetermin beim Zahnarzt schon etwas länger zurückliegt, sollten erste Alarmglocken läuten. Parodontitis (im Sprachgebrauch fälschlich oft als Parodontose bezeichnet) ist eine Erkrankung des gesamten Zahnhalteapparates mit unter Umständen fatalen gesundheitlichen Auswirkungen. Wir klären auf.

Parodontits oder Parodontose – Was ist der Unterschied?

Was häufig als Parodontose bezeichnet wird, ist eigentlich eine schmerzhafte Entzündung des Zahnbettes, insbesondere des Zahnfleisches. Und Entzündungen erhalten im Griechischen das Suffix -itis. Es handelt sich also um eine Parodontitis. Auch Parodontose gibt es, allerdings bezeichnet sie einen nicht-entzündlichen Zahnfleischrückgang.

Wie Sie Parodontitis erkennen

Die Ursachen für Parodontitis sind noch nicht vollständig bekannt. Man geht davon aus, dass die Enzyme, die produziert werden, um Bakterien zu bekämpfen, auch dafür verantwortlich sind, dass körpereigenes Gewebe zurückgeht. Begünstigt wird die Entstehung von Bakterienherden durch mangelnde Mundhygiene, Zähneknirschen, Zigarettenrauchen, aber auch durch ein allgemein geschwächtes Immunsystem.

Eine Parodontitis ist schwer zu erkennen. Oft ist eine Zahnfleischentzündung ein erster Vorbote und auch Zahnfleischbluten während des Zähneputzens kann auf eine Entzündung des Zahnbettes hinweisen. Ist das Zahnfleisch dauerhaft gerötet oder geschwollen und die Zähne empfindlich bei Kälte und Wärme können dies ebenfalls Warnsignale sein.

Spätestens dann, wenn die Zähne deutlich länger wirken, ist ein Zahnarztbesuch Pflicht. Grundsätzlich gilt aber der halbjährliche Zahnarztbesuch als beste Prophylaxe für Parodontitis. Experten für Parodontitis in Osnabrück sind Dr. Kaßler und Dr. Marali, die von der Bakterienanalyse im Bedarfsfall bis zur professionellen Zahnreinigung alles anbieten, was Parodontitis vorbeugt.

Welche Behandlungsansätze wirklich von Erfolg gekrönt sind

Richtige Zahnputztechnik

Eine gute Mundhygiene ist die beste Prophylaxe für Parodontitis

Gegen Parodontitis ist kein Kraut gewachsen. Das effektivste Mittel aber heißt gründliche Mundhygiene. Das ist nicht nur die richtige Zahnputztechnik, sondern auch eine gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume und eine antibakterielle Mundspülung.

Nitratreiche Lebensmittel, insbesondere Blatt- und Wurzelgemüse wie Kopf- und Feldsalat, Spinat, Rettich, rote Beete oder Radieschen, sind als vorbeugende Maßnahme geeignet. Haben sich die Bakterien erst einmal an unerreichbaren Stellen eingenistet, sind Hausmittel aber kein geeigneter Therapieansatz.

Weitere Behandlungsschritte gilt es dann mit dem Zahnarzt abzusprechen. Ein erster Schritt ist eine gezielte Behandlung mit Antibiotika, um die krankheitserregenden Bakterien zu beseitigen und so die Entzündung aufzuhalten. In Lokalanästhesie werden Belege aus den Zahnfleischtaschen entfernt und im Anschluss daran die Wurzeln geglättet, um zukünftigen Entzündungen vorzubeugen. Neuartige Ansätze sehen eine Laserbehandlung vor, durch die Bakterien beinahe zur Gänze beseitigt werden. Auch lichtaktivierte Substanzen zur Abtötung von Bakterien werden immer häufiger eingesetzt und zeigen gute Resultate im Kampf gegen Parodontitis.