Welches ist das beste Olivenöl

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl

Olivenöl ist ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Diät und wird im ganzen Mittelmeerraum angebaut. Von saftig-grün bis goldgelb hat dieses flüssige Gold viel zu bieten – auch für die Gesundheit. Allerdings sollte man wissen, wie man Olivenöl richtig verwendet, denn nicht jede Art eignet sich zum Braten oder zur Zubereitung von Salaten. Und teuer ist nicht immer gleich gut.

Olivenöl: viele Sorten, viele Anbauländer

Jedes Anbauland hat eigene Sorten mit eigenen Namen. Ganz auf die Olivensorte ankommend, kann das Olivenöl fruchtig, bitter, aromatisch, süßlich oder scharf schmecken. Die meistangebauten, spanischen Olivensorten sind Manzanilla, Hojiblanca (“Weißblatt”) und Picual. In Italien werden vor allem Coratina-Oliven angebaut, in Griechenland Konservolia.

Nativ, kalt gepresst, extra: Wo liegt da der Unterschied?

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Das wird schon beim Blick auf die Auswahl im Supermarkt oder Fachgeschäft klar.

Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel haben Olivenbäume, die von Hand geerntet werden, nicht denselben Ertrag, wie Olivenbäume, die teilmechanisch durch Rütteltechnik und Auffangnetze geerntet werden. Auch ist letztere Methode ein guter Garant dafür, dass auch einmal etwas anderes als Oliven in das Auffangnetz gerät.

Bei der Herstellung sind kalt gepresste Öle die gesündesten: Sie werden allerhöchstens auf 60°C erhitzt und das Öl wird durch Pressen gewonnen. Dabei ist der Ertrag wesentlich geringer als bei einer warm gepressten oder chemischen Extraktion, jedoch bleibt der Geschmack behalten. Diese Öle haben dann das Merkmal kalt gepresst und nativ, was kurz gesagt, naturbelassen heißt. Auf Spanisch nennt man dieses Öl dann “virgen” (jungfräulich), auf Italienisch “vergine”.

Verschiedene Sorten von Olivenöl im Test

“Extra” steht für die Güteklasse und die Reinheit des Olivenöls. Dafür müssen die Oliven bei optimaler Reife (von Olivensorte zu Olivensorte verschieden) in wenigen Stunden zur Olivenmühle transportiert werden. Dies vermeidet Fermentation und Oxidation. Außerdem muss der Fettsäuregehalt unter 0,8 Prozent liegen.

Olivenöl in die Pfanne?

Ein Mittelmeermensch würde natives Olivenöl extra wohl eher selten in die Pfanne geben oder zum Frittieren verwenden. Dafür gibt es andere Olivenölsorten, in Spanien wird dazu beispielsweise Öl aus Orujo-Oliven verwendet.

Kalt gepresste Öle sind der ideale Begleiter zu Salaten, um Suppen einen gewissen Endgeschmack zu verleihen, oder einfach, um das Öl auf einem frischen Stück Brot zu genießen.

Gesundheit: die Polyphenole machen´s

Kalt gepresste Öle enthalten zahlreiche Pflanzenstoffe, die in anderen Extraktionsverfahren nicht erhalten bleiben. Bei Olivenöl ist es vor allem das Polyphenol, welches den Körper vor Zellalterung schützt und den Blutdruck senkt.